Komfort auf zwei Rädern mit eShift-Automatikschaltung

Test: KTM Macina Magic Pro Di2

Ich bin froh, das KTM Macina Magic Pro Di2 mit Bosch eShift testen zu dürfen. Für mich ist es der erste Test eines E-Bikes mit elektronischer Automatik-Schaltung und ich bin gespannt wie ein Flitzebogen wie die Schaltung funktioniert. Thomas, der stellvertretende Filialleiter der Dortmunder Filiale, hat mir begeistert davon berichtet.
Ansicht von seitlich vorne auf das KTM Macina Magic Pro Di2 vor weißem Hintergrund

Highlights

Kompromisse

Mit dem KTM Macina Magic Pro Di2 präsentiert KTM ein Trekking E-Bike, das voll auf Komfort setzt, das ist mir schon vor meiner Testfahrt klar. Bosch Performance Line CX, 800-Wh-Powertube, Kiox 300 und die elektronische Shimano CUES Di2 11-fach Schaltung sprechen unmissverständlich eine Sprache: die des Komforts auf zwei Rädern.

Bosch Performance CX Smart System: viel Kraft für lange Touren

Das Herzstück des KTM Macina Magic ist der Bosch Performance CX im smarten System. Mit 85 Nm gehört dieser Antrieb nach wie vor zu den kräftigsten Bosch-Motoren im Trekking- und SUV-Segment. In Kombination mit dem 800-Wh-Powertube richtet sich das Bike damit klar an Fahrerinnen und Fahrer, die nicht nur kurze Alltagswege fahren, sondern auch lange Wochenendtouren, Pendelstrecken mit Gegenwind oder hügeliges Terrain entspannt meistern möchten.

Dazu und zum Attribut Komfort passt auch das Bosch Kiox 300. Das Farbdisplay liefert Fitnessdaten, Fahrmodi, Schiebehilfe und die Anbindung an die eBike Flow App.

Nahaufnahme des Oberrohrs des KTM Macina Magic Pro DI2. Rahmen ist überwiegend schwarz mit ein paar Schriftzügen.

KTM Macina Magic Pro Di2: der erste Eindruck

Schon auf den ersten Blick in der Filiale wirkt das Macina Magic wie ein klassisches Premium-Trekking-E-Bike. Der Aluminiumrahmen, die 28-Zoll-Laufräder, die Schwalbe Energizer Plus Reifen in 50-622, die Air-Gabel mit 63 Millimeter Federweg und die gefederte Suntour-Sattelstütze deuten auf ein E-Bike hin, das Komfort nicht nur verspricht, sondern wirklich ernst nimmt.

Dazu kommt die komplette Straßenausstattung mit Licht, Schutzblechen, verstellbarem Ständer und Gepäckträger mit snap-it-1.0-System. Bei diesem Trekking-E-Bike hat KTM an alles gedacht.

Wie ist das KTM Macina Magic ausgestattet?

Auch abseits von Motor und Akku ist das Setup durchdacht und hochwertig. Shimano MT420 4-Kolben-Scheibenbremsen mit 180/160-mm-Rotoren versprechen perfekte Kontrolle, auch auf langen Abfahrten. Zusammen mit der Suntour NCX32-D Air LO Federgabel ergibt das ein Setup, das nicht auf maximale Sportlichkeit, sondern auf Sicherheit, Reserven und Komfort ausgelegt ist. Die Suntour-Luftfedergabel kann auf das individuelle Gewicht des Fahrers eingestellt werden.

Die Einfach-Schaltung mit elf Gängen kombiniert einen Shimano-LG400-11-Kranz mit 11-50 Zähnen und einer LG500-Kette. Insgesamt sollte das Setup ausreichend Bandbreite bieten, die sowohl am Berg als auch bei flotteren Passagen in der Ebene gut zum kräftigen CX-Antrieb passen dürfte.

Nahaufnahme des Schaltwerks am KTM Macina Magic Pro DI2.

Die Besonderheit: Shimano CUES Di2 mit Bosch eShift

Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal dieses Bikes ist aber die elektronische Shimano CUES Di2 Automatikschaltung. Schon allein das hebt das KTM aus der großen Masse klassischer Trekking-E-Bikes heraus und macht es zu einem Komfortmonster.

Was ist Bosch eShift und wie funktioniert die Automatik-Schaltung?

Bosch eShift ist im Grunde der Dolmetscher zwischen dem Bosch-Motor und der elektronischen Shimano-Schaltung und ermöglicht automatisches Schalten an einer Kettenschaltung. So kommunizieren Motor und Schaltung direkt miteinander, um die Schaltvorgänge so flüssig und materialschonend wie möglich zu gestalten.

Bosch eShift bietet drei Modi:

  • A wie Automatik
  • M+ wie manuell Plus, eine Halbautomatik
  • M wie manuell, du schaltest wie gewohnt selbst

Die Modi kannst du über dein Display auswählen. Wichtig ist, dass du für die Automatik die Trittfrequenz einstellst. Dies erfolgt in 5er-Schritten von 40 bis 120, wobei die meisten Fahrerinnen und Fahrer um die 60 liegen sollten. Selbstverständlich kann dies beim Kauf in einer unserer Filialen vor Ort erfolgen.

Bosch eShift: A, der Automatik-Modus

  • Im Automatik-Modus „A“ übernimmt das System das Denken und Schalten für dich. Basierend auf deiner Trittfrequenz, deiner Geschwindigkeit und der Last auf dem Pedal entscheidet eShift, wann der perfekte Moment zum Schalten ist. Du trittst einfach nur in die Pedale, den Rest regelt die Technik.

Bosch eShift: M+, der Halbautomatik-Modus

  • Im Modus „M+“ schaltest du manuell, solange du in der Ebene oder bergauf fährst. Beim Bergab-Fahren übernimmt die Automatik – selbst dann, wenn du nicht trittst, also nur bergab rollst. Je nach Geschwindigkeit schaltet die Automatik in dem Fall in höhere Gänge, so dass du unten angekommen nicht ins Leere trittst, weil noch der kleine Gang vom Bergauf-Fahren eingestellt ist.

Bosch eShift: M, der manuelle Modus

  • Im Modus „M“ schaltest du wie bei einer normalen elektronischen Schaltung über die Schaltwippe. In diesem Modus ist die Automatik komplett ausgeschaltet.

Für wen eignet sich ein E-Bike mit Bosch eShift?

Ein E-Bike mit der automatischen eShift-Schaltung eignet sich insbesondere für Fahrerinnen und Fahrer, die sich aufs Radeln konzentrieren wollen und Komfort suchen. Besonders komfortabel ist, dass die elektronische Schaltung über den Hauptakku (also den Fahrradakku) geladen wird. eShift ist aus meiner Sicht für komfortsuchende Fahrer ein echter Mehrwert. Gerade auf längeren Touren oder im Alltagsverkehr wechseln Trittfrequenz, Tempo und Untergrund ständig. Die Automatik-Schaltung sollte hier für saubere Gangwechsel sorgen. Ich bin gespannt, ob ich das bei meiner Testfahrt so erleben werde.

Für sportliche Fahrerinnen und Fahrer ist eShift aus meiner Sicht nicht sonderlich spannend.

Nahaufnahme des Bosch Motors am KTM MAcina Magic Pro DI2, Pedale fehlen hier an der Kurbel.

Das Macina Magic Pro Di2 im Praxistest

Ich entscheide mich für die Diamant-Variante des KTM Macina Magic Pro Di2. Das E-Bike gibt es auch als Tiefeinsteiger- und Trapez-Modell. Gemeinsam mit Thomas stelle ich meine Trittfrequenz ein und wähle hierbei die oben erwähnten 60. Das lässt sich ganz einfach über das Display einstellen. Ich starte an der Dortmunder Filiale und fahre um den Phönixsee direkt im Automatik-Modus. Ich bin erstaunt, wie geschmeidig und perfekt die Schaltung ohne mein Zutun schaltet. Das ist wirklich sensationell und absolut komfortabel. Ich fahre zu jeder Zeit im „richtigen“ Gang, ohne dass ich etwas tun muss, vollkommen verrückt.

Fast vergesse ich auf die anderen Dinge zu achten. Tatsächlich aber funktionieren auch alle restlichen Ausstattungselemente prima. Nicht wirklich verwunderlich, da es sich bei allen einzelnen Bauteilen um absolut hochwertige Produkte handelt.

Nach wenigen Kilometern wechsle ich den Modus auf M, also manuell. Das ist über das Display schnell gemacht. Nun schalte ich über die typische Shimano-Wippe händisch rauf und runter.

Hinter dem Phönixsee schalte ich in den M+, also Halbautomatik-Modus und fahre bergauf Richtung Schwerte. In diesem Modus muss ich bergauf selbst schalten, die Automatik macht nichts. Im gleichen Modus fahre ich im Anschluss wieder runter zum See und obwohl ich nicht trete, schaltet die Automatik wie von Zauberhand in einen höheren Gang. Das ist wirklich faszinierend.

Ich radele den See entlang wieder im Automatik-Modus und tatsächlich würde ich dieses E-Trekkingbike nach meiner kurzen Testfahrt in erster Linie als Komfortmonster beschreiben. Entspannter und komfortabler kann man kaum radeln!

Fazit: Für wen ist das KTM MACINA MAGIC PRO DI2 geeignet?

Für wen das Macina Magic Pro Di2 geeignet ist, erklärt sich letztlich von selbst. Es ist ein E-Trekkingbike für alle Fahrerinnen und Fahrer, die ein komfortables E-Bike suchen und keine halben Sachen wollen. Wer Komfort sucht, wird hier fündig! Neben dem Highlight der elektronischen Automatikschaltung unterstützen auch alle anderen Bauteile das Attribut Komfort bzw. Qualität. Der Bosch Performance CX sorgt für kräftigen Vortrieb, der 800-Wh-Akku für große Reichweitenreserven und das Kiox 300 für die passende digitale Schaltzentrale. Schon damit ist das Gesamtpaket stark.

Der eigentliche Star ist und bleibt aber die Shimano CUES Di2 im Zusammenspiel mit Bosch eShift. Genau diese Kombination hebt das Bike von vielen klassischen Trekking-E-Bikes ab, weil sie elektronische Präzision mit smarter Schaltlogik verbindet.

Wer ein komfortables, modernes, voll ausgestattetes und tourenorientiertes E-Bike sucht, sollte dieses Modell sehr weit oben auf seine Liste setzen. Ich empfehle wirklich eine kurze Testfahrt in einer unserer Filialen. Du wirst begeistert sein.

Christian fährt Fahrrad, seit er denken kann. Nach dem ersten Kinderfahrrad mussten seine Eltern ihm ein Bonanza Fahrrad schenken. Im jugendlichen Alter machte er mit seinem BMX die Wälder unsicher. Heutzutage fährt er am liebsten Mountain- und Gravelbike, egal ob über die Alpen oder durch die Stadt. Er arbeitet daher voller Überzeugung im Onlinemarketing für Lucky Bike.

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