Test: Was bieten die fünf Gravelator Modelle 30, 25, 15, 10 und 20 LFC?

Die KTM Gravelator Aluminium Gravelbikes im Vergleich

Der österreichische Hersteller KTM hat seinen Gravelbikes im Modelljahr 2026 einen neuen Namen geben – Gravelator. Mit der Gravelator-Serie will KTM eigenen Angaben zufolge „gravel riding to the next level“ bringen. Der Name Gravelator löst bei KTM den Namen X-Strada ab – so hießen die KTM Gravelbikes noch im Jahr 2025.  KTM bietet in Summe 23 verschiedene Gravelator-Modelle – vom High-End Gravelbike Exonic bis zu fünf preislich sehr attraktiven Gravelator Einstiegsrädern. In diesem Vergleich schauen wir uns genau diese fünf Gravelbikes genauer an und klären Vor- und Nachteile. Wir zeigen dir, welches dieser KTM Gravelbikes für dich geeignet sein könnte.
Gesamtansicht KTM Gravelator 15 bright teal matt black silver Gravelbike Modell 2026

Die fünf Gravelator Modelle (Gravelator 30, Gravelator 25, Gravelator 15, Gravelator 10 und Gravelator 20 LFC) basieren alle auf einem hochwertigen Aluminium-Rahmen und einer Carbongabel. Das Gravelator 20 LFC ist dabei ein Sonderfall, weil es sich hierbei um ein vollausgestattetes Bike handelt. LFC steht bei KTM für Light/Fender/Carrier und bedeutet, dass es sich um ein Bike handelt, das mit Lichtanlage, Schutzblechen und Gepäckträger versehen ist. Das Gravelator 30 ist mit 899,00 € das günstigste, das Gravelator 20 LFC mit 1.599,00 € das teuerste dieser fünf KTM Gravelbikes.

Gemeinsamkeiten: Was haben alle Aluminium-Gravelator Modelle gemeinsam?

Wie oben erwähnt kommen alle fünf Gravelbikes mit einem Aluminium-Rahmen und einer Carbongabel. Wenn man die Rahmengeometrie der neuen Gravelator Modelle mit den letztjährigen X-Strada Gravelbikes vergleicht, fällt auf, dass KTM die Rahmengeometrie seiner Gravelbikes leicht verändert hat. Die Gravelator Modelle bieten eine etwas entspanntere Sitzposition. Dadurch sitzt du nicht ganz so gestreckt, nicht ganz so sportlich auf dem Bike.

Alle fünf Modelle bieten mit 45 Millimeter Reifen viel Komfort. Aufgrund der Breite der Reifen hast du viel Traktion auch auf Schotter und unruhigen Waldwegen. Alle fünf Bikes bieten eine Vielzahl von Aufnahmepunkten für Taschen, ideal für das Bikepacking. Alle KTM Gravelator-Modelle gibt es in den Größen XS, S, M, L und XL. Somit deckt die Serie nahezu alle Körpergrößen ab. Bis auf das Gravelator 30 bieten alle fünf Gravelbikes schon Steckachsen. Das sorgt für viel Steifigkeit und dafür, dass dein Pedaltritt perfekt in die Vorwärtsbewegung umgesetzt wird.

Modellübersicht KTM Gravelator: Ausstattung und Preise auf einen Blick

KTM Gravelator 2026 Gravelator 30 Gravelator 25 Gravelator 15 Gravelator 10 Gravelator 20 LFC
Preis (UVP) 899,00 € 1.199,00 € 1.399,00 € 1.499,00 € 1.599,00 €
Gewicht 13,9 kg 11,6 kg 11,5 kg 11,2 kg 14,2 kg
Größen XS, S, M, L, XL
Rahmen AL6061 PG/R5060/QR AL6061 TB/R5070/UDH
Gabel Gravel Carbon Fork F17 QR w/ mount
Schaltung 1×9 1×11 1×12 2×12 2×10
Schaltwerk Shimano CUES U4000-9 LG shadow Shimano CUES U6000-11/10 LG shadow+ Shimano GRX RX822-12 SGS shadow+ Shimano GRX RX820-12 shadow+ Shimano CUES U6020-10 LG shadow
Kassette Shimano LG300-9 (11-46) Shimano LG400-11 (11-49) Shimano Deore M6100-12 (10-51) Shimano HG710-12 (11-36) Shimano LG400-10 (11-39)
Bremse Tektro MD-C510 Shimano CUES U6030 2-Kolben Shimano GRX RX610/RX410 Shimano GRX RX610/RX411 Shimano CUES hydraulisch
Laufräder Alexrims GRX25P 32H 622x25TC Alexrims GRX25P 28H 622x25TC Remerx Ibex25 28H 622x25TC
Reifen Maxxis Rambler EXO / Normal 45-622 Maxxis Reaver EXO 45-622 Schwalbe G-One Overland 365 45-622

Unterschiede: Wo unterscheiden sich die Gravelator Modelle?

KTM Gravelator 30: Der günstigste Einstieg ins Graveln

Das Gravelator 30 ist ein richtig guter Einstieg in die Gravel-Welt. Es eignet sich für Fahrerinnen und Fahrer, die maximal preissensibel ins Graveln starten wollen und trotzdem Wert auf ein Bike eines Qualitätsherstellers legen.

Der Shimano Cues 1×9 Schaltung – eigentlich die klassische Trekking-Schaltgruppe von Shimano – fehlt in seltenen Fällen vielleicht ein Gang, schaltet aber zuverlässig und geschmeidig. Die Tektro Scheibenbremse ist zwar „nur“ eine mechanische Scheibenbremse, aber sie ist gut und etabliert. Und an dieser Stelle mal ganz ehrlich: Wir reden über ein KTM-Gravelbike für unter 900,00 €! Für diesen Preis bietet das Gravelator 30 wahrlich viel!

Solltest du allerdings viel in hügeligem Gelände unterwegs sein wollen und entsprechend viele Höhenmeter machen wollen, würde ich dir aufgrund der etwas geringeren Bandbreite der Schaltung des Gravelator 30 eher zu dem Gravelator 25 oder 15 raten.

KTM Gravelator 25: Der Sweet Spot für Alltag und Tour

Auch das Gravelator 25 bleibt preislich noch nah am Einstieg. Im Gegensatz zum Gravelator 30 bietet es aber ein deutliches Upgrade – insbesondere bei der Schaltung und der Bremse. Die 1×11 Shimano Schaltung bietet mehr Bandbreite als die 1×9 Schaltung am Gravelator 30 und die hydraulische Shimano Cues Bremse bremst deutlich feinfühliger. Der Unterschied bei Scheibenbremsen liegt darin, wie die Bremskraft vom Hebel zum Bremssattel übertragen wird. Bei einer mechanischen Scheibenbremse erfolgt das über einen Bowdenzug, bei einer hydraulischen Scheibenbremse drückt der Hebel Bremsflüssigkeit durch eine Leitung zum Sattel. Der Vorteil der Scheibenbremse liegt in einer besseren Dosierung und dem geringeren Kraftaufwand.

Das Gravelator 25 eignet sich aus meiner Sicht für sehr viele (preissensible) Pendler und Tourenfahrer, die ein unkompliziertes 1x-Setup mit sehr großer Bandbreite wollen und dabei Wert auf ein klar besseres Bremssystem gegenüber dem Einstiegsmodell Gravelator 30 legen.

KTM Gravelator 15: Der perfekte Offroader für Höhenmeter

Das Gravelator 15 ist schon fast komplett mit der Gravel-typischen Shimano GRX-Gruppe ausgestattet. Die 1×12 GRX-Schaltung in Kombination mit der Shimano Deore Kassette mit ihren 10 – 51 Zähnen wirst du an allen langen Anstiegen lieben. Die feinfühlige, hydraulische GRX-Bremse gibt dir im Anschluss viel Sicherheit bei der Abfahrt.

Das Gravelator 15 bietet schon richtig viel Gravel-DNA und eignet sich für Fahrerinnen und Fahrer, die das Graveln schon richtig sportlich angehen und auf ihren Ausfahrten häufig Höhenmeter und Trails bewältigen wollen.

KTM Gravelator 10: Der echte Gravel-Allrounder mit 2×12 Antrieb

Das Gravelator 10 ist das am hochwertigsten ausgestattete Modell der KTM Aluminium Gravelbikes. Als einziges Bike der fünf Aluminium Gravelator Modelle rollt das Gravelator 10 auf dem Maxxis Reaver. Dieser Reifen rollt sehr gut, lenkt sich sehr agil und bietet mehr Traktion als der Maxxis Rambler, mit dem die anderen Gravelator-Bikes ausgestattet sind – lediglich das Gravelator 20 LFC verfügt über einen ähnlich hochwertigen Reifen. Daneben hat das Gravelator 10 eine Shimano Zweifach-Schaltung. Diese bietet eine feinere Gangabstufung (mehr Gänge) und die Möglichkeit, in der Ebene richtig Druck aufs Pedal zu bringen.

Das Gravelator 10 eignet sich für all diejenigen, die viele Kilometer auf Straße und Schotter machen wollen und die Vorteile einer zweifach-Schaltung zu schätzen wissen.

Gesamtansicht KTM Gravelator 20 blue grey matt grey glossy 3000 Gravelbike Modell 2026

KTM Gravelator 20 LFC: Der Every Day Graveler

Wie oben schon kurz beschrieben ist das Gravelator 20 LFC dank LFC-Paket vom Werk aus ideal für den Alltag (Pendler) und für die Reise mit Lichtanlage, Schutzblechen und Gepäckträger ausgestattet. Daneben bietet es mit der 2x10 Shimano Schaltung und der hydraulischen Shimano Bremse alles, was du brauchst, um unter allen denkbaren Bedingungen zu graveln. Anders als die anderen vier Gravelator Modelle ist das Gravelator 20 LFC mit einem Schwalbe Reifen ausgestattet, dem G-One, ein etablierter Klassiker im Bereich der Gravelbikes.

Logischerweise eignet sich das Gravelator 20 LFC für diejenigen Fahrerinnen und Fahrer, die ein Gravelbike mit Vollausstattung für den Alltag oder die Reise suchen.

KTM Gravelator Serie: Meine Preis-Leistungs-Favoriten

Ich halte alle fünf Gravelator Modelle für gute Gravelbikes im Einstiegs- und gehobenen Einstiegsbereich. Wer sich dem Graveln nähern möchte, macht mit diesen Bikes des etablierten Herstellers KTM nichts falsch!

Unabhängig davon möchte ich euch aber zwei der fünf Modelle besonders ans Herz legen: Zum einen empfehle ich allen preissensiblen Gravel-Einsteigern das Gravelator 25. Mit der Shimano 1×11 Schaltung und der hydraulischen Scheibenbremse bekommst du für den Preispunkt unter 1.200,00 € einen richtig guten Gegenwert. Mit diesem Gravelbike kannst du schon alles machen, was den Gravelsport ausmacht – lange Touren auf unterschiedlichem Terrain, Bikepacking-Touren oder jegliche Alltagsstrecken durch den Großstadtdschungel. Zum anderen empfehle ich das Gravelator 10. Dieses Gravelbike eignet sich für alle sportlichen Fahrerinnen und Fahrer, die viel Asphalt bzw. feste Untergründe befahren wollen. Die Zweifach-Schaltung bietet hierfür eine richtig gute Bandbreite, der Rest der Ausstattung ist hochwertig. Für weniger als 1.500,00 € erhältst du mit dem Gravelator 10 ein richtig gutes Sportgerät!

Christian fährt Fahrrad, seit er denken kann. Nach dem ersten Kinderfahrrad mussten seine Eltern ihm ein Bonanza Fahrrad schenken. Im jugendlichen Alter machte er mit seinem BMX die Wälder unsicher. Heutzutage fährt er am liebsten Mountain- und Gravelbike, egal ob über die Alpen oder durch die Stadt. Er arbeitet daher voller Überzeugung im Onlinemarketing für Lucky Bike.

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