Welche Aluminium-Gravelbikes lohnen sich für welche Einsteiger?

Gravelbike-Vergleich: Axess Creed versus Cube Nuroad

Gravelbikes sind für viele Menschen der perfekte Einstieg in das sportliche Radfahren: schnell genug für Asphalt, robust genug für Schotter, vielseitig genug für den Alltag, die Feierabendrunde und Wochenendtour. Genau deshalb sind Aluminium-Gravelbikes mit Carbongabel so im Trend. Sie bieten viel Gravel-Feeling, ohne direkt in die Preisregion hochwertiger Carbon-Gravelbikes vorzustoßen.

Cube ist mit der Nuroad-Serie seit Jahren eine feste Größe in diesem Segment. Gerade die Aluminium-Modelle wie Nuroad ONE, PRO, EX und Race decken einen großen Bereich vom günstigen Einstieg bis zum sportlichen Allrounder ab. Die Cube Nuroad Aluminiummodelle setzen auf Aluminium Superlite-Rahmen, Carbongabeln, breite Reifenfreiheit und je nach Modell mechanische oder hydraulische Scheibenbremsen.

Aber, wer beim Gravelbike-Kauf besonders aufs Budget achten muss oder möchte, sollte auch die Axess Gravelbikes auf dem Zettel haben. Die Axess Creed-Modelle bewegen sich technisch nah an den vergleichbaren Cube Nuroad-Modellen, sind aber in den hier betrachteten Varianten jeweils 100,00 bis 200,00 Euro günstiger. Genau das macht sie für preissensible Gravelbike-Einsteigerinnen und -Einsteiger wirklich interessant.

Die Kurzfassung: Axess ist günstiger, Cube oft etwas feiner abgestimmt

Vergleich Axess Preis Cube Preis Preisvorteil Axess Kurzfazit
Axess Creed vs. Cube Nuroad ONE 699,99 € 899,00 € ca. 200,00 € Beide mit mechanischen Scheibenbremsen; Axess ist der günstigere Einstieg.
Axess Creed Sport vs. Cube Nuroad PRO 999,99 € 1.099,00 € ca. 100,00 € Beide mit hydraulischen Scheibenbremsen; Axess punktet mit GRX 2x10.
Axess Creed ADV vs. Cube Nuroad EX 1.199,99 € 1.399,00 € ca. 200,00 € Sehr ähnliche 1x12-GRX-Ausrichtung; Cube ist leichter.
Axess Creed Pro vs. Cube Nuroad Race 1.299,99 € 1.499,00 € ca. 200,00 € Beide sportlich mit 2x12-GRX; Cube hat die hochwertigere Race-Anmutung, Axess den Preisvorteil.

Was alle Cube- und Axess-Modelle gemeinsam haben

Alle acht Gravelbikes in diesem Vergleich setzen auf einen Aluminiumrahmen und eine Carbongabel. Das ist im Einstiegs- und Mittelklassebereich moderner Gravelbikes Standard und ein sinnvoller Mix: Aluminium ist robust, direkt und preislich attraktiv, während die Carbongabel Vibrationen besser dämpft und auf Schotter für mehr Komfort sorgt. Vollcarbon-Gravelbikes starten preislich meist jenseits der 2.000,00 €. Alle Cube- als auch alle Axess-Modelle verfügen über Scheibenbremsen. Nur die beiden günstigsten Einstiegsmodelle, also Axess Creed und Cube Nuroad ONE, kommen mit mechanischen Scheibenbremsen. Ab Axess Creed Sport beziehungsweise Cube Nuroad PRO sind hydraulische Scheibenbremsen verbaut. Für Einsteiger ist das ein wichtiger Punkt: Hydraulische Bremsen dosieren sich in der Regel angenehmer und bieten bei Nässe, langen Abfahrten oder höherem Tempo etwas mehr Reserven. Wer aber hauptsächlich entspannt auf Waldwegen, Radwegen und im Alltag unterwegs ist, kann auch mit mechanischen Scheibenbremsen gut starten.

Gibt es auch alltagstaugliche Gravelbikes?

Sowohl Cube als auch Axess bieten Gravelbikes, die ab Werk alltagstauglich ausgestattet sind. Alltagstaugliche Gravelbikes haben bei Cube den Zusatz „FE“ für „Fully Equipped“, bei Axess den Zusatz „EQ“ für „Equipped“. In beiden Fällen bedeutet es, dass die Gravelbikes über Schutzbleche, Gepäckträger, Seitenständer und eine Lichtanlage verfügen.

Cube bietet in seiner Nuroad-Serie drei FE-Modelle: ONE, PRO und RACE, jeweils 100,00 € über dem Preis des vergleichbaren Modells. Axess bietet alle vier Creed Gravelbikes als EQ-Modelle an – auch hier jeweils 100,00 € über dem Preis des vergleichbaren Modells.

Axess Creed Sport vs. Cube Nuroad PRO: hydraulisch bremsen, clever sparen

Eine Stufe höher wird der Vergleich besonders spannend. Das Axess Creed Sport kostet 999,99 Euro und bietet bereits hydraulische Shimano-Scheibenbremsen, eine Shimano-GRX-Schaltung und eine 2×10-Übersetzung und ist damit sehr vielseitig.

Das Cube Nuroad PRO kostet 1.099,00 Euro. Auch am Nuroad PRO gibt es hydraulische Scheibenbremsen, allerdings mit Shimano Cues BR-U6030 und 180-mm-Bremsscheiben. Beim Antrieb setzt Cube auf Shimano Cues 1×11 mit 40er-Kettenblatt und 11-50-Kassette. Das Gewicht liegt bei 10,8 kg, also rund 600 g unter dem Axess Creed Sport.

Der direkte Vergleich zwischen Axess Creed Sport und Cube Nuroad PRO

Im Vergleich zwischen diesen beiden Rädern geht es aus meiner Sicht weniger um „besser oder schlechter“, sondern eher darum, welche Schaltungslogik besser zu dir passt bzw. ob du eine Einfach- oder Zweifach-Schaltung präferierst. Das Axess Creed Sport setzt mit 2×10 eher auf eine feinere Abstufung und mehr klassische Rennrad-oder Touren-Denke. Das Cube Nuroad PRO ist mit 1×11 einfacher zu bedienen und bietet eine große Bandbreite. Für Gravel-Einsteiger, die eine vertraute Zweifach-Schaltung mögen und 100 Euro sparen wollen, ist das Axess Creed Sport definitiv attraktiv.

Axess Creed Sport Gesamtansicht Seitenansicht deep sea
Axess Creed Sport EQ
Axess Creed Sport Cube Nuroad PRO
Preis 999,99 € (FE: 1.099,99 €) 1.099,00 € (FE: 1.199,00 €)
Gewicht 11,4 kg 10,8 kg
Gabel Carbon
Kurbelgarnitur Shimano GRX FC-RX600, 46x30T Shimano Cues FC-U6030-1, 40T
Kassette Shimano CS-HG50-10, 11-36T Shimano Cues CS-LG400, 11-50T
Schaltwerk Shimano GRX RD-RX400, 10-Speed, Shadow Plus Shimano Cues RD-U6000-GS
Bremstyp hydraulische Scheibenbremse
Bremsen Shimano BR-RX400 Hydr.disc, (160/160) Centerlock Shimano Cues BR-U6030, Hydr. Disc Brake, Flat Mount (180/180)
Reifen WTB Vulpine 40-622 Schwalbe G-One Allround, Kevlar, 40-622

Axess Creed ADV vs. Cube Nuroad EX: zwei starke 1x12-Gravelbikes

Das Axess Creed ADV kostet 1.199,99 Euro und ist damit etwa 200,00 Euro günstiger als das vergleichbare Cube Nuroad EX. Technisch wird es bei beiden Gravelbikes im Vergleich schon deutlich sportlicher. Beide bieten mit der Shimano GRX RD-RX822 12-fach-Schaltung eine moderne Einfach-Schaltung und hochwertige hydraulische Shimano-Scheibenbremsen.

Das Cube Nuroad EX (1.399,00 Euro) bietet mit der Shimano GRX eine etwas hochwertigere Bremsanlage und ist mit 10,2 kg deutlich leichter als das Axess Creed ADV mit 11,5 kg.

Axess Creed ADV Gesamtansicht Seitenansicht
Axess Creed ADV

Der direkte Vergleich zwischen Axess Creed ADV und Cube Nuroad EX

Das Cube Nuroad EX ist leichter und wirkt durch einige Kleinigkeiten etwas hochwertiger abgestimmt. Gleichzeitig ist das Axess Creed ADV technisch sehr nah dran: 1×12 GRX, große Kassette, hydraulische Scheibenbremsen und Carbongabel sind genau die Ausstattungsmerkmale, die viele Einsteigerinnen und Einsteiger wirklich merken. Wer also nicht jedes Gramm zählt, kann mit dem Axess Creed ADV 200,00 Euro sparen, ohne auf die zentrale Gravel-Ausstattung verzichten zu müssen. Wer aufgrund ein paar Kilos zu viel besonderen Wert auf eine hochwertige Bremsanlage legt, trifft mit dem Nuroad EX die bessere Wahl.

Axess Creed Pro vs. Cube Nuroad Race: sportlich, aber mit unterschiedlichem Preisfokus

Das Axess Creed Pro ist mit 1.299,99 Euro das Topmodell in der Axess-Aluminiumwelt. Es bietet mit einer Shimano GRX 2×12, 46/30-Kurbel, 11-36-Kassette, hydraulischen Shimano BR-RX400 Scheibenbremsen und Schwalbe G-One Reifen sehr viel Gravelbike für knapp 1.300,00 €.

Das Cube Nuroad Race kostet mit 1.499,00 Euro 200,00 Euro mehr und bietet dafür eine etwas stärkere Race-Ausrichtung. Der Antrieb besteht aus Shimano GRX 2×12 mit FC-RX820 Kurbel, 48/31-Kettenblättern und 11-36-Kassette. Dazu kommen Shimano GRX ST-RX610/BR-RX410 Scheibenbremsen, Newmen Performance X.R.25 Laufräder und Schwalbe G-One R Reifen.

Der direkte Vergleich zwischen Axess Creed Pro und Cube Nuroad Race

Das Cube Nuroad Race ist in Bezug auf seine Ausstattung definitiv etwas sportlicher und hochwertiger als das Axess Creed Pro. Es ist aber eben auch 200,00 Euro teurer. Für preissensible Einsteigerinnen und Einsteiger, die Wert auf eine 2×12-Schaltung legen, aber nicht zwingend das letzte Quäntchen Ausstattung oder das geringere Gewicht brauchen, ist das Axess Creed Pro eine relevante Alternative.

Axess Creed Pro
Axess Creed Pro

Für wen kommen die Axess Gravelbikes in Frage?

Die Axess Creed-Modelle sind aus meiner Sicht für drei Zielgruppen interessant:

  1. Für preissensible Gravel-Einsteiger: Wenn du dein erstes Gravelbike kaufst, aber noch nicht sicher weißt, ob du zukünftig eher sportliche Feierabendrunden, lange Bikepacking-Touren, Pendelstrecken oder schnelle Schotterfahrten bevorzugst. In dieser Situation kann ein günstigeres, solide ausgestattetes Aluminium-Gravelbike eine kluge Wahl sein.
  2. Für Fahrerinnen und Fahrer, die technische Unterschiede realistisch einordnen: Ja, Cube ist bei einigen Modellen leichter, bei Laufrädern und Reifen teilweise hochwertiger. Aber Fakt ist auch, dass du als Gravel-Einsteiger im Alltag folgende Aspekte merkst: Habe ich eine passende Übersetzung? Bremsen die Bremsen gut? Sitze ich bequem? Fährt sich das Rad sicher auf Schotter? Bei diesen Kernpunkten stehen die Axess-Modelle nicht viel schlechter dar, sind aber deutlich günstiger.
  3. Für alle, die lieber Budget für Zubehör übrigbehalten: Gerade beim Gravelbike kommen schnell Zusatzkosten dazu: Pedale, Flaschenhalter, Taschen, Helm, Kleidung, Tubeless-Setup, Schutzbleche oder ein kleines Rahmentäschchen. Der Axess-Preisvorteil kann da sehr praktisch sein.
  4. Für Pendlerinnen und Pendler: Wer sich entschieden hat, künftig auch die eine oder andere Fahrt zur Arbeit mit dem Rad zurückzulegen, sind die Axess Creed das perfekte Zweitrad, besonders in der Equipped-Variante. Es bringt alles fürs Pendeln mit ohne dass man für das Gravelbike ein Vermögen hinblättern muss.

Wann ist ein Cube Gravelbike die bessere Wahl?

Die Cube-Gravelbikes können trotz des Preisvorteils der Axess-Bikes eine gute Wahl sein, wenn du besonders viel Wert auf geringeres Gewicht, sehr stimmige Komplettpakete und markentypisch durchdachte Details legst. Im direkten Vergleich bieten die Cube-Modelle je nach Variante eine etwas sportlichere Gesamtabstimmung.

Wer also genau weiß, dass er regelmäßig lange Touren fährt, viele Höhenmeter sammelt oder besonders sportlich unterwegs sein möchte, kann den Aufpreis zu Cube gut begründen. Wer dagegen ein hochwertiges, vielseitiges Gravelbike zum fairen Preis sucht, sollte Axess unbedingt mit in die Auswahl nehmen.

 

Fazit: Axess ist kein Kompromiss, sondern eine clevere Preis-Leistungs-Alternative

Die Axess Creed Gravelbikes sind sicherlich nichts für absolut nerdige Gravelbike-Enthusiasten. Das aber sind die Cube Nuroad Gravelbikes auch nicht! Die Gravelbikes beider Marken sprechen je nach Ausstattungsvariante Einsteiger bzw. preisbewusste Gravlerinnen und Gravler an.

Sowohl die Cube Nuroad- als auch die Axess Creed-Modelle verfolgen im Aluminium-Gravelbereich eine sehr ähnliche Idee: robuste Rahmen, Carbongabeln, vielseitige Reifen und Scheibenbremsen. Cube punktet mit niedrigeren Gewichten, sehr runden Ausstattungen und hoher Markenbekanntheit. Axess punktet mit Qualität zu einem sehr günstigen Preis.

Genau das macht die Axess Creed-Modelle für Gravelbike-Einsteiger so spannend. Die technischen Unterschiede zu den jeweils vergleichbaren Cube Nuroad-Modellen sind vorhanden, aber für viele typische Käuferinnen und Käufer in diesem Segment nicht wirklich entscheidend. Wer vor allem ein zuverlässiges, vielseitiges und bezahlbares Gravelbike sucht, findet bei Axess eine relevante Alternative.

Christian fährt Fahrrad, seit er denken kann. Nach dem ersten Kinderfahrrad mussten seine Eltern ihm ein Bonanza Fahrrad schenken. Im jugendlichen Alter machte er mit seinem BMX die Wälder unsicher. Heutzutage fährt er am liebsten Mountain- und Gravelbike, egal ob über die Alpen oder durch die Stadt. Er arbeitet daher voller Überzeugung im Onlinemarketing für Lucky Bike.

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